Bei ihrer Gründung im Jahr 1995 hatte die Wagenbaugruppe um Stefan Heick und Sven-Harry Schwarz noch keinen Namen. Auch ein fester Bauplatz für ihre Wagen fehlte damals den 16- bis 17-jährigen Faslamsschwestern und -brüdern.

Nachdem in den ersten beiden Jahren zunächst auf dem Schwarzschen Hof im Grimm und dann bei Lührs gebaut wurde, zog die junge Gruppe im dritten Jahr zu Kuddel auf den Hof. Dort wurde bei Wind und Wetter unter dem Schauer fleißig gebaut. Wie sich das gehört, feierten die Mädels und Jungs nach dem Bauen gemeinsam in dem Keller der nebenstehenden Scheune. Und so kam die Gruppe zu ihrem heutigen Namen: Die Kellerkinder.

Der Name blieb, der Keller nicht! Die Kellerkinder zogen in Walters Halle an der Blumenstraße. Seit dem sind sie dort sesshaft geworden. Von Jahr zu Jahr entstanden dort kreative sowie bunte  Wagen und die Gruppe erlebte die Höhepunkte des Wagenbauens. Für 2004 wagten sich die Kellerkinder das erste Mal eine Figur zu bauen. Es wurde der kleine Clownfisch Nemo. Als mit diesem Wagen gleich der zweite Platz erzielt wurde, wurde die Gruppe vom Ehrgeiz gepackt. „Klar, wir bauen im nächsten Jahr wieder eine Figur!“ Mann und Frau wurden präziser und noch kreativer. Es hat sich gelohnt: Mit Schnappi dem Krokodil landeten die Kellerkinder im folgenden Jahr (2005) auf Platz 1. Zweifelsohne musste der erste Platz im darauffolgenden Jahr verteidigt werden. Da kam die WM in Deutschland 2006 gerade rechtzeitig und das Maskottchen Goleo diente als Vorlage. Zum Wagen kam eine vielseitige  Choreographie, die allen während des Umzugs sehr viel Spaß machte. Es hat sich gelohnt: Platz 1. Nun gab es keine Widerrede: Wir wollen den Pokal behalten!

Der Pinocchio, nicht aus Holz, dafür aus reichlich Draht und Pappmaschee, machte es möglich! In den folgenden Jahren  gab es einige Veränderungen innerhalb der Gruppe, aber der Spaß beim Bauen blieb. Die Ideen für die Wagen und ihre Umsetzung gingen (und gehen) den Kellerkindern nicht aus: Rotes Gummiboot (2008), Snoopy (2009), Popeye (2010), Hello Kitty (2011), EM 2012 (2012), Poseidon (2013), IceAge (2014), Madagascar (2015), Shaun das Schaf (2016), Olaf der Schneemann (2017), 40 Jahre Torfrock (2018). In den vielen Jahren kam der Schabernack auch nicht zu kurz, sei es das Ärgern der Freunde mit Hilfe von Walters Bernhardiner oder eine spontane Schlittentour durch den Ort.

Auch wenn das Bauen des Wagens „meist“ im Vordergrund steht, ist doch auffällig, dass sich von einem mehr oder weniger regelmäßigen Essen

von Mäc Gyros aus Stelle über immer häufiger werdende „Spenden“ von Walter in Form von warmen Speisen, zu Suppen, Gegrilltem, Spanferkeln, Burgern, Dönerspießen… sich doch eine gewisse kulinarische Entwicklung feststellen lässt. Seit einigen Jahren darf der Wasserkocher mit dem dazugehörigen Jagertee auch nicht mehr fehlen.    

Übrigens die Zahl 13 ist für die Kellerkinder die Glückszahl, denn sie ist ihre Startnummer.

Wir danken allen für die schönen Faslamsfeste und freuen uns auf noch viele Jahre mit viel Spaß und Freude.